Die wichtigste der Mahlzeiten ist für viele Deutsche das Mittagessen. Hier wird reichlich aufgetischt. Braten oder Fisch, Soßen, Salate, Kartoffeln oder Nudeln und oft noch eine süße Nachspeise (Mittagessen).
Besonders am Sonntag wird beim Mittagessen an nichts gespart. Selbst in Familien bei denen der Mann arbeitet und die Frau zuhause ist (selten umgekehrt), wenn die Kinder mittags aus der Schule oder dem Kindergarten kommen, bleibt das Mittagessen der zentrale Bezugspunkt des Tages. Gekocht wird am Mittag, abends gibt es die aufgewärmten Reste vom Mittagessen. In den meisten anderen Ländern Europas hat das Mittagessen keinen so hohen Stellenwert wie bei uns in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Ob zum “Lunch” in England oder als “pranza” in Italien, das Mittagessen besteht meistens nur aus einem knackigen Salat, einer Scheibe Hand-Pizza oder einem belegten Brötchen mit Käse oder Wurst. Was bei uns das Mittagessen ist, entspricht dort der Abenmahlzeit, die vor allem in südeuropäischen Ländern die Hauptmahlzeit des Tages ist.
Kopiert wird diese Sitte hierzulande nur von manchen Singles, Workaholics und einigen wenigen
Familienmüttern, die ihren Nachwuchs auf das gemeinsame Essen am Abend verweisen. Auch in den heißen Ländern Nord- und Schwarzafrikas, sowie auf dem indischen Subkontinent findet die Hauptmahlzeit in den Abendstunden statt. Der Hang zum üppigen Mittagessen scheint, mit der schon erwähnten Ausnahme England, ein typisch mittel- und nordeuropäisches Phänomen zu sein.Das Mittagessen ist der beste Energielieferant.
